Triton
Triton
Ein Theatermärchen aus dem Anthropozän
— 2017 —

Es spielen Rico Dietzmeyer, Gwen Kyrg, Philipp Nerlich, Eric Schellenberger, Marie Wolff | Musik Johannes Golchert, Anuschka Jokisch | Regie & Szenarium Rico Dietzmeyer | Masken & Szenographie Franziska E. Schubert | Bühne & Objekte Lisa-Maria Totzke | Produktionsleitung & Licht Christoph Püngel | Fotos Ruslan Hrushchak, Thomas Puschmann | Video Tim Pfautsch

Premiere am 27. Juli 2017 | galerie KUB, Cammerspiele Leipzig.

Eine Produktion von Compania Sincara in Koproduktion mit den Cammerspielen Leipzig. Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.
Diese Maßnahme wurde mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.



... altbekannt und fremd zugleich.
Leipziger Volkszeitung


Es war einmal im Anthropozän, es war einmal im Zeitalter der Menschen. Truffaldino und Brighella erzählen uns ein Märchen über eine sehr vergängliche Zukunft. Dabei geraten sie zwischen die Fronten, zwischen Stadt und See, zwischen Natur und Zivilisation. Doch mit Tricks und Tücke, Verwandlungen und Verwechslungen und auch durch die ein oder andere Betrügerei und Schmeichelei gelingt es den beiden schrägen Vögeln, dem ungebremsten Fortschritt zu entkommen und uns dabei etwas über unsere eigene Endlichkeit zu erzählen.

»Triton« legt den Fokus auf die aktuelle Problematik des sogenannten ›Anthropozän‹. Unter dem gleichen Namen wie die europäische Grenzkontroll-Operation durch die Sicherheitsagentur Frontex (2014–2018) befasst sich das Stück auf spielerisch-kritische Weise mit den geopolitischen Auswirkungen des ›Menschenzeitalters‹. Die Fortschrittsmaschine Mensch negiert mit ihrer Lebensweise die eigene Zukunft. ›Utopielosigkeit‹ greift um sich und mit ihr radikale Ideologien, die Alternative durch Abschottung versprechen.

Über kleine Maschinenzauber, Masken und Musik, eine fröhlich-ernste Sprache und ein allgemein hoch körperliches Spiel mit leichter Akrobatik und grobem Tanz erzählt »Triton« eine kleine Geschichte auf der Schwelle zwischen Zivilisation und Natur. Die Figuren erzählen aber auch von einer Hoffnung – der Hoffnung auf ein Weiterleben.

… eben mal Improvisationstheater, mal griechische Komödie, bald wieder Kindertheater oder Theatre Boulevard. Eine nostalgisch stimmende Geschichte, altbekannt und fremd zugleich.

Leipziger Zeitung

… irgendwo zwischen alemannischer Fastnacht, Familie Flöz und ostasiatischer Theatertradition. … ein sehenswerter Spagat zwischen kunstvollem Maskenspiel, Botschaft und schwungvoller Sommertheater-Heiterkeit.

Leipziger Volkszeitung


Masken

Skuldschi, Herrin der Stadt
Ursel, Skuldschis Dienerin
Olo, Ölhändler
Gildo, Olos Mitarbeiter und Ursels Sohn
Angela, junge Nymphe des Sees
Bombina, alte Nymphe des Sees
Bagnato, alter stummer Fischer
Protelino, der Feurige von unter den Wassern, Diener Tritons

(In der zweiten Fassung des Szenariums wurden Bagnato & Protelino durch Truffaldino & Brighella ersetzt.)